Langzeitmonitoring im Bündwörther Baggersee

Projektleitung: Deutscher Unterwasser Club e.V. Kehl (DUC Kehl)DUC_Symbol-6                                Thilo Huber und Sebastian Duwe

Objektinformationen Bündwörth Baggersee

FFH-Gebiet
Schutzgebiets-Nr. 7313341
Name Westliches Hanauer Land
Fläche 16.507.447 m²
Biotop nach NatSchG und LWaldG
Biotop-Nr. 173133170442
Name Weidengehölze am Leutesheimer Baggersee
Fläche 0,4498 ha
Stehendes Gewässer
See-ID 6.967
Kurzname ORT217
Langname Bündwörth
Fläche 6,5656 ha
Tiefe 29 m
Seeart-Text künstlich
Seetyp-Genese-Nr 6
Seetyp-Genese-Text Baggersee
Seetyp-LAWA-Nr
Seetyp-LAWA-Text
Baggersee-Code ORT217
WRRL-Relevanz Nein
Landschaft Tiefland
Flussgebiet Rheinseitenkanal
Geometrie geändert am 26.08.2013
Liegenschaftskataster
Gemeinde Kehl
Gemarkung 4681 (Auenheim)
Flur 0
Flurstück 231

Taucherregelung Bündwörth …

DATUM: 14.08.2019
BUNDESLAND: Ba-Wü
LANDKREIS: Offenburg
TORPOGRA. 50: L7312
GEWÄSSERKATEGORIE: Baggersee
TAUCHPLATZ: 17-1
TAUCHRICHTUNG AM TAUCHEINSTIEG: KA1
SICHTWEITE: 0-10m-ca. 2-0,5m /10-20m-ca. 0,5-5m /20-30m-ca. 5m/30-40m-ca. m
TEMPERATUR: 0m °C / 3m 23,5°C / 5m 23,3°C / 10m 22,7°C
SPRUNGSCHICHT: 1. m / 2. 3m
TAUCHZEIT: 01:36:00
MAX. TIEFE ZUM TAUCHGANG: 24m
TIEFENGRENZE FÜR SUBMERSE WASSERPFLANZEN (M): 20m
WINDRICHTUNG:  °
WETTER: Sonne
LEBENSRAUMTYPEN SEE:
LEBENSRAUMTYPEN AUF EINSTIEGSSTELLE: Makrophytenindex:57,05% an 3140 und 42,95% an 3150
PFLANZENINDEX AUF DEM TAUCHGANG: 2,6

FLORA & FAUNA

  1. Acipenser ruthenus/ Sterlet – Es sollen im See 2 Stück geben einen kleinen, unseren und einen großen.
  2. Chara hispida/ Steifborstige Armleuchteralge – Gefährdungs-Index / 2-3 – Diese Pflanze kam sehr viel vor und als große Masse über den ganzen See verteilt.
    Ist auf dem Bild FALSCH beschrieben. Wurde von Volker Krautkrämer nachbestimmt!
  3. Chara virgata/ Feine Armleuchteralge – Gefährdungs-Index / 3 –
  4. Chara hispida/ Steifborstige Armleuchteralge – Gefährdungs-Index / 2-3 –

    Ist auf dem Bild FALSCH beschrieben. Wurde von Volker Krautkrämer nachbestimmt!
  5. Chara hispida/ Steifborstige Armleuchteralge – Gefährdungs-Index / 2 –
  6. Schoenoplectus lacustris/ Gewöhnliche Teichbinse – Gefährdungs-Index / k.A. –
  7. Hippuris vulgaris/ Gewöhnlicher Tannenwedel – Gefährdungs-Index / 3 –
  8. Potamogeton perfoliatus/ Durchwachenes Laichkraut – Gefährdungs-Index / k.A. –
  9. Myriophyllum spicatum/ Ähriges Tausendblatt – Gefährdungs-Index / k.A. –
  10. Cladophora sp., Oedogonium sp.,/ Fadenförmige Grünalgen – Gefährdungs-Index / k.A. –

BEMERKUNG ZUM TAUCHGANG / AUFTRAG

Die Fauna war Atemberaubend an Artenvielfalt und Pflanzenmasse! Diese Pflanzenmasse hat die SG NAWlTA bis jetzt nur im Fermasee bei Rheinstetten gesehen, jedoch die Artenvielfalt nur selten in den regionalen Seen. Die Tiefe der Untere Makrophyten Grenze (UMG), gemeint sind dabei nicht die untersten Einzelvorkommen der Pflanzen, sondern die Tiefe, in der die mehr oder weniger geschlossenen Bestände enden, erstreckt sich bis in eine Tiefe von 20m!

BIOZÖNOSE ZU FLORA & FAUNA

BEMERKUNG-ZUSATZ

BEEINTRÄCHTIGUNGEN

Wühlschäden konnten wir auch am Boden feststellen. An den Pflanzen konnten wir keinen Abfraß feststellen.

14.08.2019

Regionale Naturschutztauchgruppen schließen sich in Baden-Württemberg zusammen zu der Rheinebene Nord-Süd-Achse

Schon lange war es eine Idee und stand auf dem Papier das die drei Regionalen Naturschutztauchgruppen in Baden-Württemberg zusammenarbeiten. Sie trafen sich und tauschten sich aus. Jetzt wird die Zusammenarbeit auf das nächste Level gehoben.

Der Deutsche Unterwasser Club e.V. Kehl (DUC Kehl) und die Sektionsgruppe (SG) Naturwissenschaftliches Tauchen (NAWITA) des Tauchsportverein Mittelbaden e.V. (TSVMB) arbeiten und bestimmen die Flora und Fauna in den regionalen Seen zusammen.

Beide werden an dem Projekt: Langzeitmonitoring im Bündwörth Baggersee zusammenarbeiten. Die Projektleitung unterliegt dem DUC Kehl, Thilo Huber. Die SG NAWlTA unterstützt und berät den Verein bei seinem Projekt.

Der Bündwörth Baggersee befindet sich auf der Gemarkung Auenheim. Er hat eine Fläche von 6,65 ha und ist 35-40m Tief. In dem See darf nur mit Genehmigung getaucht werden und mit den zusätzlichen Einschränkungen das über die Hälfte des Sees als Bioschutzzone für jeglichen Freizeitbetrieb insbesondere das Baden, Lagern, Tauchen, Bootfahren und jede andere die Vegetation zerstörende, erheblich oder nachhaltig beeinträchtigende Aktivität gesperrt ist.

Natürlich wieder Einschränkungen, aber und das ist ein Großes ABER! wären damals nicht der Angelverein Auenheim sowie der DUC Kehl gegen den Tauchtourismus vorgegangen,der an diesem See soweit ging das Reisebusse mit Tauchern ankamen, Taucher bis vor an den See fuhren um nicht weit laufen zu müssen, die Reußen von den Anglern zerstört wurden und keiner Rücksicht nahm, so ist es kein Wunder und ein Glück das beide Vereine dagegenwirkten und dieses kleine Einod geschützt haben, sonst wäre von dem See und seinem Artenreichtum bestimmt nicht mehr viel übrig für uns und die nächste Generation und wir alle müssen dazu beitragen, dass es so bleibt oder besser wird!

Als Schutz wurde eine sogenannte Bioschutzzone eingerichtet. Diese besteht seit 2010 und ist dahin interessant für das Langzeitmonitoring, wie sich die Entwicklung von beiden Hälften in dieser Zeit vollzogen hat. Gibt es Unterschiede in den Pflanzenarten, Vielfalt sowie Masse? Wie stark wirkt sich der Freizeitbetrieb auf den See aus?

Am 14.08.2019 gab es den ersten Tauchgang mit 2 Buddyteams über 90 Minuten im See zu diesem Projekt. Bei diesem Tauchgang konnten 11 Pflanzenarten bestimmt werden, wobei noch einige Pflanzenproben unter dem Mikroskop bestimmt werden müssen. Es wurden weitere Daten erfasst, sowie Foto und Filmmaterial gesammelt. Nach der Auswertung werden diese Daten den Behörden sowie den Vereinen zugänglich gemacht.

Diese Artenvielfallt und Masse, hat die SG NAWlTA bis jetzt nur im Fermasee bei Rheinstetten gesehen, jedoch die Artenvielfalt nur selten in den regionalen Seen. Die Tiefe der Untere Makrophyten Grenze (UMG), gemeint sind dabei nicht die untersten Einzelvorkommen der Pflanzen, sondern die Tiefe, in der die mehr oder weniger geschlossenen Bestände enden, erstreckt sich bis in eine Tiefe von 20m! Diese Tiefe an geschlossenen Bestände konnte die SG NAWlTA 2016 nur im Matschelsee bei Meißenheim feststellen, jedoch sind diese Bestände im Matschelsee nicht mehr vorhanden wie auch andere Pflanzenbestände die im Matschelsee verschwunden sind. Die durchschnittliche UMG bei Seen die tiefer sind als 10m liegt laut den Auswertungen der betauchten Seen der SG NAWITA in den regionalen Seen bei 10,82m. Nur an diesen Werten sieht man schon, dass es ein besonderer See ist.

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