Neobiota-Invasive Arten in Ba Wü

Neobiota sind Tier- oder Pflanzenarten (Pilze und Mikroorganismen – werden im gesamten Neobiota.de-Angebot zur textlichen Vereinfachung zu den Pflanzen gerechnet), die von Natur aus nicht in Deutschland vorkommen, sondern erst durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen sind. Sie gehören daher zu den gebietsfremden oder nichtheimischen Arten – manchmal werden sie wenig zutreffend auch als „Exoten“ oder „fremdländische Arten“ bezeichnet.

Bei den meisten dieser Tier- und Pflanzenarten ist dies beabsichtigt geschehen, z.B. bei der Einführung von Zier- und Nutzpflanzen wie des
Drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera) oder von Jagdwild wie des Waschbären (Procyon lotor). Bei den übrigen Arten erfolgte dies jedoch unbeabsichtigt, z.B. durch die Verschleppung von Pflanzensamen mit Handelsgütern oder von Larvenstadien im Ballastwasser von Schiffen (z.B. Körbchenmuschel, Corbicula fluminea).

Der menschliche Handel und Verkehr spielen für die Einführung von Neobiota eine so wichtige Rolle, dass das Jahr 1492 (Entdeckung Amerikas und der sich mit ihr extrem verstärkende transkontinentale Handel) als „Stichtag“ für die Einführung von Neobiota bzw. Neozoen („Neu-Tiere“) und Neophyten („Neu-Pflanzen“) festgelegt

Neobiota_BfN

 

Diesen Invasiven Arten beobachten wir bei unseren Tauchgängen auch

Die Schwarzmund-Grundel (Neogobius melanostomus, Syn.: Apollonia melanostomus)

Der Kamberkrebs (Orconectes limosus, Syn.: Cambarus affinis)

Der Kalikokrebs (Faxonius immunis, ursprünglich Orconectes immunis)