Kamberkrebs Merkmale

Der Kamberkrebs (Orconectes limosus, Syn.: Cambarus affinis) ist ein aus Nordamerika stammender Flusskrebs, der als invasive gebietsfremde Art auch in Europa vorkommt. Er ist in West- und Mitteleuropa bereits flächendeckend verbreitet und dort die mittlerweile häufigste Flusskrebsart. Der Kamberkrebs ist immer noch in Ausbreitung begriffen, wobei die derzeitigen Ausbreitungsfronten vor allem in verschiedenen Gewässersystemen Ost- und Südosteuropas liegen. Darüber hinaus kommt er auch auf Korsika vor. In Deutschland ist die Ausbreitung in südlichen Gebieten (Bodensee- und Donausystem) noch nicht vollständig abgeschlossen. Vielfach wird die Ausbreitung durch aktives Umsetzen der Tiere durch den Menschen begünstigt, was jedoch gemäß den Fischereirechten der Länder und dem Bundesnaturschutzgesetz verboten ist. Der Kamberkrebs ist Überträger der Krebspest, gegen die er selbst immun ist. Wo Kamberkrebse vorkommen, führen sie zum Verschwinden heimischer Flusskrebse.[1]

Der Trivialname Amerikanischer Flusskrebs ist unpräzise beziehungsweise irreführend, denn es gibt mehrere ursprünglich amerikanische Flusskrebsarten in Mitteleuropa.

Beschreibung

Der Kamberkrebs wird nicht größer als 12 cm. Die Seitenränder des Rostrums, auch „Nasenspitze“ genannt, verlaufen mehr oder weniger parallel und die Augenleiste ist einpaarig. Arttypisch und für die Bestimmung maßgeblich ist die kräftige seitliche Bedornung im Wangenbereich vor der Nackenfurche, daher auch der englische Name spiny-cheek crayfish. Charakteristisch sind darüber hinaus die orangen Scherenspitzen, die mit einem dunklen Band farblich abgesetzt sind, und die rostroten Querbinden auf der Rückenseite des Pleons (Hinterleib). Die restliche Körperfärbung variiert zwischen grau, oliv und leicht bräunlich. Die Scherenoberseite ist oft pelzig behaart.

Einfuhr und Ausbreitung in Europa

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Kamberkrebses liegt im Osten der USA. Dort gilt die Art in einigen Gewässersystemen paradoxerweise als gefährdet. Nach Europa wurde der Kamberkrebs 1890 durch den Fischer Max von dem Borne eingeführt. Etwa 90 Tiere unbekannter Herkunft wurden damals versuchsweise in das Gewässersystem der Oder eingesetzt. Die Art fand dort ideale Bedingungen vor und hat sich in der Folge schnell in die nord- und westdeutschen Gewässer ausgebreitet. Vielfach wurde die Ausbreitung durch aktiven Besatz unterstützt, in der Hoffnung, den Kamberkrebs als Ersatz für den Edelkrebs fischereilich nutzen zu können. Die aktuellen Ausbreitungstendenzen des Kamberkrebses gehen überwiegend auf aktive Ausbreitung etablierter Bestände zurück. Illegale Verschleppungen über größere Distanzen kommen aber immer noch regelmäßig vor. Besonders betroffen von solchen illegalen Verschleppungen sind isolierte oder künstliche Stillgewässer entlang der großen Flüsse, in denen Kamberkrebse vorkom

(Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Kamberkrebs)

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Kamberkrebs

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