LSG Waldhägenich

27.04.2018

Hägenich3.1

Heute beginnen wir unser Projekt: Waldhägenichsee Makrophyten Bestimmung.
Zur Vorbereitung des Projektes haben wir bereits beide Seen begutachtet.
Als ersten See in der ersten Projektphase werden wir mit dem Monitoring im kleinen Waldhägenichsee beginnen.

Phase 1
– 2 Tauchgänge zur Beurteilung des Sees
– Kartierungszonen Einteilung
– Aufwandsberechnung des Zeitmanagements für Tauchgänge und Monitoringkonzept
– danach ein Treffen mit Ihnen Vertretern der Stadt und des Angelvereins um das weiter Vorgehen zu erörtern und Ihnen unsere Erkenntnisse mitzuteilen.

Kleinen Waldhägenichsee

NAWITA Monitoring Bericht zum kleinen Waldhägenichsee
Hier nun unser offizieller Bericht über das Monitoring zum kleinen Waldhägenichsee.

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

„Die Sicht im See in bereits 50cm Tiefe weniger als 20cm, was bedeutet dass in so einem Zustand kein zur Entwicklung von Unterwasserpflanzen benötigtes Licht unterhalb der Wasseroberfläche verfügbar ist. Das Wasser im See war gefüllt von Schwebestoffen mit zunehmender Konzentration in der Tiefe. Die Auflageschicht aus Grobdetritus und Schlamm betrug von der Uferzone zur Mitte des Sees 5-80 cm. Bei unserem 30 minütigen Tauchgang fanden wir keinerlei Anzeichen von Unterwasserflora/-fauna. Lediglich die im westen des Sees gelegene, etablierte weiße Seerose (Nymphaea alba) und der im osten des Sees gelegene Schilfrohrbestand (Phragmitis sp.) wurden von uns als einzige aquatische Pflanzen aufgenommen. Die Seerose weist ein stark ausgeprägtes Geflecht, faustdicker Rhizome auf. Beide Pflanzen können als Zeigerpflanzen auf eine starke Eutrophierung und Sauerstoffmangel des Gewässers hinweisen. Die sprießenden Liliaceaen entlang der Uferzone um den See wurden von uns nicht bestimmt und müssen ggf. nachträglich mit aufgenommen werden. Karpfen oder sonstige Fische konnten wir nicht entdecken.

16.04.2018

Tauchverein führt Monitoringprojekt im Waldhägenichsee durch

Angler, Taucher und Stadt Bühl an einem Tisch

Letzte Wochen trafen sich Vertreter der Stadt Bühl Joachim Doll, der Vorstand des Angelvereins Altschweier Oliver Glutsch und des Tauchsportverein Mittelbade e.V. (TSVMB) Sektion Naturwissenschaftliches Tauchen (NAWITA), Christoph Stenftenagel, Claus Schirmeister und Michael Thees im Landschaftsschutzgebiet Waldhägenich zur Durchsprache des Tauchprojekts:  Makrophytenbestimmung und Monitoring in den See des Waldhägenich.

Die Seen des Waldhâgenich liegen vor den Toren Bühls, wunderschön von Eichen-Hainbuch-Wäldern und Feuchtwiese umgeben. Viele Menschen aus der Umgebung trifft man hier an, zur Erholung oder zum Sporttreiben.

Da der Waldhägenich Landschaftsschutzgebiet ist, würden Veränderungen oder Verstöße hier gleich auffallen. Doch wie sieht es unter der Wasseroberfläche an den beiden Seen aus? Um in diese Welt einzutauchen, braucht man Erfahrung und Technik. Da kommen die Taucher des TSVMB, NAWITA ins Spiel.

2016 war der TSVMB der erste Verein in Baden-Württemberger, der den Lehrgang „Tauchen für den Naturschutz“ absolviert hat. Lehrinhalte des theoretischen Abschnitts waren die Wasserrahmenrichtlinien (WRRL), Einordnung der See Typen nach NATURA 2000- des Europäische Schutzgebietsnetzes, Habitatstrukturen bei der Gewässerbewertung, sowie die Bedeutung von Wasserpflanzen in ihrem Lebensraum. Geschulte Taucher können unter Wasser Veränderungen in Flora und Fauna frühzeitig erkennen, ihre Funktion als Frühwarnsystem und Bioindikatoren unter Wasser wahrnehmen und so einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Der TC DUC-Kehl und der TSV-Malsch absolvierten auch den Lehrgang: Tauchen für den Naturschutz. Durch die bestehende Kooperation der Vereine entstand ein Netzwerk das einengroßen Teil der Seen in der Rheinebene abdecken kann. In 5 regionalen Seen wurden bereits 28 unterschiedliche Pflanzenarten von uns bestimmt und insgesamt über 44 Herbarbelege erstellt. Seit diesem Jahr steht der Verein in Verbindung mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe, das Interesse an der Arbeit sowie an unseren Herbarbelegen bekundet haben, erklärte der Kurator C. Schirmeister. Somit kam dem Verein die Idee dieses doch auch im Waldhägenich durchzuführen. So trat der Verein an die Stadt Bühl heran und traf dort mit diesem Projekt auf offenen Ohren. Nach der Eingabe unseres Projektplans, einigen Gesprächen, Mails und Genehmigungen konnte M.Thees, den Schüssel für den Waldhägenich in Empfang nehmen. Auch das Gespräch mit O. Glutsch vom Angelverein war sehr informativ. Hier leisten beide Vereine jetzt Pionierarbeit. Warum? Angler und Taucher haben Vorurteile dem andern gegenüber aus den verschiedensten Gründen, aber beide können ohne Wasser ihrem Hobby nicht nachgehen und intakte Seen, sind für beide sehr wichtig.

Wenn das Ökosystem See in seinem Gleichgewicht durch Fremdeinwirkungen (meist menschlicherseits) gestört wird hat das nicht nur Auswirkungen auf die Flora und Fauna des Sees sondern auch auf die gesamte Umgebung über Wasser. Daher ist es umso wichtiger auch über den Zustand unserer Gewässer explizit informiert zu sein um die Pracht unserer Heimat zu erhalten.

Während des Gesprächs kamen sich beide Seiten näher und stellten fest, dass es doch einige Bereiche gibt wo eine Zusammenarbeit von Vorteil ist und dass die Informationen von beiden Seiten dem anderen helfen den See und das Gleichgewicht besser zu verstehen.

  1. Glutsch, J. Doll und M. Thees bekräftigen ihre Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zu beiden Seen.

Bei einer Information bekamen die Taucher große Augen. Karpfen geräuchert, soll laut O. Glutsch, eine Delikatesse sein worauf die Taucher sich ungläubig anschauten und zum nächsten Räuchern gleich eingeladen wurden.

Der Leitsatz der Gruppe NAWITA- Natur-verständnis / schutz, hört nicht an der Wasseroberfläche auf!

10.04.2018

Tauchverein führt Monitoringprojekt im Waldhägenichsee durch

Erstes Treffen mit Vertretern der Stadt Bühl und des Angelvereins Altschweier zur Durchsprache und Erörterung des Projektes.

Einzelheiten zu dem Projekt werden folgen.

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